Das Modem - Lexikon V1.1
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Geschrieben 27.08.1992 von Jrgen Meyer.

Nicht-gewerbliche Nutzung und Verbreitung ist gestattet.


Dieser Text  soll Ihnen  einige Einblicke  in die Funktionsweise
von Modems  liefern, insbesondere  in den Unterschieden zwischen
den einzelnen Modellen.

Einige Begriffserklrungen werden vonnten sein. Ich werde aber,
im Gegensatz  zu anderen  Dokumentationen, Sie  nicht mit  allzu
technischen Details bombardieren. Denn WIE ein Modem seine Daten
bertrgt, drfte  Ihnen recht  egal sein,  oder ? Zum Teil sind
technische Erluterungen allerdings erforderlich, damit Sie voll
informiert sind  und  zudem  beim  Modemkauf  nicht  gravierende
Fehler begehen.

Dieser Text erhebt keinen Anspruch auf Vollstndigkeit. Ich habe
mich zwar  bemht, alle Dinge zu bercksichtigen, aber auch hier
knnen manche Angaben unschlssig sein oder schlicht fehlen.

Zu manchen  Gerten finden  sich typische,  marktgerechte Preis-
Angaben. Diese beziehen sich immer auf das heutige Datum. Es ist
nicht auszuschlieen,  da zu  dem Zeitpunkt, wo Sie diesen Text
lesen, die  Preise sich weiter nach unten bewegt haben. In jedem
Falle sollten Sie sich immer genau informieren.

ber Berichtigungen  und  Fehlerhinweise  freue  ich  mich.  Sie
knnen mir diese via Netz senden, an die folgende Adresse :

Juergen Meyer @ HH2          (Maus-Netz)
Juergen Meyer @ hh2.maus.de  (E-Mail)

oder entsprechende Gateways.


ber Resonanz  bin ich  stets erfreut.  Verfgen Sie  noch nicht
ber die  Mglichkeit, an  obigen  Netzwerken  teilzunehmen,  so
knnen Sie  mir  auch  einen  Brief  schreiben,  ich  werde  ihn
garantiert beantworten. Meine Adresse :

Jrgen Meyer, Autal 2a, D-22880 Wedel



Was ist ein Modem ?
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Modem  ist   eigentlich  nur   eine  Abkrzung  fr  "Modulator-
Demodulator".  Durch   diese  Abkrzung   ist  eigentlich  schon
definiert, was ein Modem berhaupt macht: Es wandelt elektrische
Signale um.  blicherweise werden  Daten vom  Computer  in  Tne
umgesetzt, die  ber das  Telefonnetz geleitet werden knnen. An
der anderen Seite mu sich ebenfalls ein Modem befinden, welches
die Tne  wieder in  einen seriellen Strom von Bits umsetzt, die
dann von einem anderen Computer in Daten umgewandelt werden.

Eigentlich mute  es ja  "Der Modem"  heien, es  hat sich  aber
eingebrgert, das hier besprochene Gert "Das Modem" zu nennen.

Gleiches gilt  auch fr eine weitere Angabe, die in Zusammenhang
mit Modems  immer zu  lesen ist, nmlich "Baud" bzw. "Baudrate".
Korrekterweise mte  es "bps"  bzw. "bps-Rate" heien, denn mit
Baud wird eigentlich etwas anderes bezeichnet (was ebenfalls mit
der Technik  "Modem" zu  tun hat,  eine Erluterung wre aber zu
technisch und  fr Sie  kaum interessant). Da sich auch das Wort
"Baud" anstelle  von "bps" eingebrgert hat, verwende ich dieses
in   diesem    Text   ebenfalls.    Mit    "Baud"    wird    die
bertragungsgeschwindigkeit  des   Modems  angegeben.   Es  gibt
verschiedene Modelle  mit verschiedenen  Baudraten und  weiteren
Mglichkeiten, darauf gehe ich noch spter ein.

Zu guter  Letzt gibt es noch eine "Unart", die sich eingebrgert
hat.  In  diversen  Publikationen  wird  immer  strikt  zwischen
"Modem" und  "Akkustikkoppler" unterschieden. Ein Akustikkoppler
ist aber ebenso ein Modem, nmlich ein Modulator-Demodulator. Im
Allgemeinen wird  durch Angabe  dieses Wortes  unterschieden, ob
das Gert direkt an das Telefonnetz angeschlossen wird (dann ist
immer von  "Modem" die  Rede) oder ob die Koppelung zwischen dem
Telefonnetz  und   dem   Modulator-Demodulator   mittels   eines
herkmmlichen Telefones hergestellt wird. Ein solches Gert wird
dann "Akustikkoppler"  genannt, da  keine direkte  (elektrische)
Verbindung  zum   Telefonnetz  hergestellt  wird,  sondern  eine
akustische Verbindung  (durch  Zuhilfenahme  des  Telefonhrers)
verwendet wird.

Ich rate  Ihnen von  dem Erwerb  eines Akustikkoppler  auf jeden
Fall ab. Ein Akustikkoppler ist ziemlich stranfllig, da in der
Regel Erschtterungen (auf der Unterlage, z.B. ein Tisch, wo der
Akkustikkoppler  drauf   steht)  oder   hohe   Lautstrken   die
bertragung  mageblich   stren  knnen  und  nicht  selten  zu
Verbindungs-Abbrchen fhren. Zudem sind Akustikkoppler in Ihrer
bertragungsgeschwindigkeit sehr  begrenzt, selbst  moderne (und
zudem vielfach  teurere als  Modems) Akustikkoppler  ermglichen
eine maximale  Baudrate von  2400 Baud,  was  heutzutage  lngst
nicht mehr unbedingt Stand der Dinge ist.

Bei den  Modems gibt  es funktionell  keine groen Unterschiede.
Alle Gerte  werden normalerweise  direkt an  die Telefonleitung
angeschlossen und knnen selbst eine Verbindung durch Whlen der
Rufnummer  herstellen.  Die  meisten  Modems  knnen  sowohl  im
Impuls-Wahl-Verfahren  (IWV)   als  auch  im  Mehrfrequenz-Wahl-
Verfahren (MFV) whlen. In Deutschland herrscht in groen Teilen
noch das Impuls-Wahl-Verfahren vor.

Die  Ansteuerung   der  Modems  wird  normalerweise  ber  einen
standadisierten Befehlssatz, den sogenannten "Hayes-Befehlssatz"
vorgenommen. Dieser  wird auch manchmal mit "AT Kommandosprache"
bezeichnet. Selbst  die meisten  ZZF-zugelassenen Modems, die in
der Regel  immer den  CCITT V.25bis  Standard untersttzen, weil
dieser lange  Zeit ausschlielich  von der  ZZF anerkannt wurde,
beherrschen heutzutage meist den Hayes-Standard.

Die Bezeichnung  kommt brigens  von der Firma Hayes in den USA.
Jene Firma  hat mit  die ersten  Modems, damals noch mit nur 300
bps, hergestellt.  Zu jener Zeit braute jeder (der noch wenigen)
Hersteller von Modems sein eigenes Sppchen, was die Ansteuerung
von Modems  anging. Das  war natrlich  nicht gerade frderlich,
insbesondere nicht  fr jene, die bereits eine Mailbox betrieben
haben und teilweise ganze Programmteile umschreiben muten, weil
das gekaufte  Modems wieder  vllig anders war, als ein anderes,
evtl. schon bekanntes Modell.

Die Firma  Hayes hat  dann Ihren  Kommando-Satz in  der  breiten
(Fach-) ffentlichkeit  publik  gemacht  und  zudem  eine  klare
Erklrung  der   einzelnen  Features  aufgelistet.  Zudem  wurde
vorgeschlagen, sich doch an diesen Kommando-Satz zu orientieren.
Die meisten  Hersteller (und  heute  nahezu  alle)  sind  darauf
eingegangen und  haben den  Hayes-Kommando-Satz in  Ihre  Gerte
implementiert. So  konnte eigentlich  jeder Kufer  eines nicht-
Hayes-Gertes sicher  sein, da  sein  Modem  genau  diegleichen
Befehle kennt wie das Original Hayes-Modell.

Im Laufe  der  Zeit  kam  es  dazu,  da  andere  Firmen  Modems
hergestellt haben, die weiter entwickelt und moderner waren, als
die derzeit  verfgbaren Modelle der Firma Hayes. Dadurch muten
zwangslufig die  Hersteller  den  AT-Befehlssatz  selbststndig
modifizieren, da  es ja  noch keine Vorlagen von der Firma Hayes
gab. Die  Unterschiede sind besonders ab 9600 bps oder 14400 bps
Modems ersichtlich.  Fr den  Anwender ist dies aber kein groes
Hindernis, denn  die Anleitungen  zu den  Modems haben  sich  im
Laufe der  Zeit deutlich  verbessert, so  da  man  die  firmen-
eigenen  Erweiterungen   schnell   nachlesen   und   das   Modem
entsprechend einstellen kann.

Ein kleiner  Nachteil beim  Modemkauf  darf  nicht  verschwiegen
werden: Bei den meisten, nicht ZZF-zugelassenen Modems liegt nur
eine Anleitung  bei, die  in Englisch  gehalten ist. Die meisten
Hersteller nehmen  allerdings Rcksicht  darauf, da nicht jeder
vollstens des  Englisch mchtig ist und verfassen ihre Anleitung
in einem  leicht verstndlichen  Englisch. Zudem  liefern einige
Hndler zusammengefate,  deutsche Anleitungen  mit, so  da die
Installation eines  Modems  keine  groe  Hrde  darstellt.  Fr
beliebte Modelle,  die eine  hohe Verbreitung besitzen, sind oft
komplette, ins  Deutsche  bersetzte  Anleitungen  zu  bekommen,
welche von Privatleuten bersetzt wurden und in vielen Mailboxen
und anderen, ffentlichen Datensystemen zu finden sind.


Von Baud & Bits
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In der  Branche betreffend Modems ist "Baud" bzw. "Baudrate" das
Schlagwort schlechthin.  Verstndlich, da  man  sagen  kann,  je
hher die  Baudrate, desto  "besser" das  Modem. Insbesondere in
der letzten  Zeit gibt  es recht  viele Hndler  und Firmen, die
diesen Begriff  allerdings etwas  falsch verstehen und in vielen
Fllen den Kunden bewut mit falschen Angaben blenden.

Wie ich  oben bereits erwhnt habe, ist normalerweise die Angabe
"Baud" fehlerhaft,  da in  der Werbung und in den Unterlagen der
meisten Hndler  aber von  Baud die  Rede ist, behalte ich diese
"falsche" Aussage bei. Korrekt mte es, wie oben erwhnt, "bps"
heien.

Es gibt  im  Wesentlichen  folgende  Gruppen  von  Modemen.  Die
einzelnen  Bezeichnungen,  die  ich  dahinter  auffhre,  werden
weiter unten denn ausfhrlich erlutert.


Gruppe 1 : Modems und Akkustikkoppler mit 300 Baud

Gerte dieser Klasse sind eigentlich nicht mehr neu zu erwerben.
Sie  sind   aufgrund  Ihrer   absolut  langsamen   bertragungs-
geschwindigkeit und  der  Fehleranflligkeit  (insbesondere  bei
Akustikkopplern)  auch  kaum  noch  anzutreffen.  Gerte  dieser
Klasse untersttzen  zumeist V.21  und Bell 103 (die Erklrungen
zu "V.21" sowie "Bell 103" folgt spter).

Der Kauf eines solchen Gertes ist nicht empfehlenswert.


Gruppe 2 : Modems mit 1200 Baud

Modems  mit   1200  Baud  waren  lange  Zeit  Stand  der  Dinge.
Ermglichten sie  doch eine  schon recht  schnelle  und  sichere
Datenbertragung. Akustikkoppler  mit 1200  Baud gab  es  meiner
Kenntnisse nach  nicht. Modems  dieser Art  untersttzen zumeist
V.22 und  Bell 212A  (1200 Baud)  sowie V.21  und Bell  103 (300
Baud).  Einige  1200  Baud-Modems  ermglichen  auch  V.23,  den
speziellen 1200/75  Baud Modus, der hierzulande fr BTX bentigt
wird. Zu  BTX  knnen  Sie  weiter  unten  etwas  ausfhrlichere
Informationen lesen.

Ein solches  Gert ist ebenfalls nicht mehr lohnend. Die meisten
Hersteller produzieren  auch keine 1200 Baud Gerte mehr, da die
mittlerweile   sehr    gnstigen   2400    Baud   Gerte   einen
Verbreitungsgrad erreicht  haben,  welcher  den  Markt  fr  die
langsameren 1200 Baud Gerte berflssig macht.


Gruppe 3 : Modems und Akustikkoppler mit 2400 Baud

In dieser  Gruppe gibt  es neben den Modems auch Akustikkoppler,
die mit  2400 Baud arbeiten. Die Gruppe der 2400 Baud Gerte ist
sehr umfangreich,  so da  ich  hier  auch  etwas  ausfhrlicher
darauf eingehe.  2400 Baud  Modems untersttzen in der Regel die
Modi V.21  und Bell  103 (300  Baud), V.22  und Bell  212A (1200
Baud) sowie  V.22bis (2400  Baud). Die  amerikanische Bell-Norm,
die  es  hierzulange  nicht  gibt  bzw.  nicht  verwendet  wird,
existiert nur  fr 300  und 1200  Baud, danach sind auch die US-
Hersteller auf die CCITT-Empfehlungen eingegangen.

Ein Akustikkoppler mit 2400 Baud ist absolut nicht zu empfehlen.
Gerte dieser  Art hatten  ihre Daseinsberechtigung, als es noch
nicht mglich  war, ein ZZF-zugelassenes Modem mit 2400 Baud fr
unter 1500  DM zu  bekommen. Mittlerweile  sind  ZZF-zugelassene
Modems mit  2400 Baud billiger als vergleichbare Akustikkoppler.
Zudem sind  Modems von  Haus  aus  bequemer,  zuverlssiger  und
ermglichen  mehr  Optionen.  Haben  Sie  Lust  dazu,  eine  gut
besuchte Mailbox  anzurufen, in dem Sie 20 mal die Rufnummer der
Mailbox in Ihr Telefon eingeben? Sicherlich nicht, und bei einem
Modem ist dies auch nicht notwendig.

2400 Baud Modems sind mittlerweile sehr preisgnstig und bereits
fr unter 200 DM (nicht ZZF-zugelassen) zu erhalten. Zu dem gibt
es viele  2400 Baud  Modems, die  ber sinnvolle  Extra-Optionen
verfgen.  ber   die  gngigsten  Features  will  ich  Sie  nun
informieren.


MNP - Microcom Network Protocol

Recht   viele    erhltliche   Modems    sind   mit    dem   MNP
Fehlersicherungsprotokoll ausgestattet.  MNP erlaubt  es  Ihnen,
garantiert eine  fehlerfreie Verbindung  zu besitzen.  Natrlich
mssen auf beiden Seiten MNP-Modems vorhanden sein, damit dieser
Modus genutzt werden kann.

Generell sind alle Modems stets abwrtskompatibel. Wenn Sie also
ein  Modem  mit  MNP,  V.42  (Erklrung  folgt)  oder  sonstigen
Features erwerben,  ist immer  garantiert,  da  Sie  auch  eine
Verbindung mit Modems aufnehmen knnen, die nicht ber eines der
Features verfgt (oder ber garkeins).

Das MNP  ist in mehrere Klassen aufgeteilt. Nennenswert sind die
Klassen MNP-4  und MNP-5.  Erhltlich gibt  es normalerweise nur
Modems mit  MNP-5, was bedeutet, da alle Klassen von 1 bis 5 in
diesem Modem integriert sind. Einige Hndler werben mit "MNP bis
Klasse 7"  oder sonstige,  hhere Werte  als Fnf  -  Seien  Sie
kritisch bei solchen Angeboten. Es gibt so gut wie keine Mailbox
oder sonstige  Daten-End-Einrichtung, die  ber eine  MNP-Klasse
grer  als   5  verfgt.   Zudem  ist  MNP  bereits  von  einem
verbesserten Protokoll,  V.42, abgelst  worden. Dazu  lesen Sie
gleich etwas.

MNP-4 ermglicht  eine Verbindung,  die absolut  fehlerfrei ist.
Die Modems  legen ber  die Daten,  die gesendet  und  empfangen
werden, eine  Prfsumme. Ist  die  bestehende  Telefonverbindung
nicht besonders  gut und  werden Daten nicht korrekt bertragen,
so erzeugt das MNP eine Fehlermeldung, woraufhin das gegnerische
Modem die  soeben bertragenen Daten erneut sendet. Sie bekommen
selbst von  diesem Vorgang  nichts mit, die Modems "unterhalten"
sich sozusagen selbst. Der Vorteil dabei ist, da Sie Ihre Daten
immer sauber  empfangen, ohne  Strzeichen,  wie  es  bei  einer
normalen Verbindung manchmal der Fall sein kann.

MNP-4  beschleunigt   zudem  Ihre  Datenbertragung  um  ca.  10
Prozent.  Somit   haben  Sie   auch  mit  dem  MNP  eine  hhere
bertragungsgeschwindigkeit, die zwar nicht berdimensional ist,
sich aber dennoch bereits angenehm bemerkbar macht.

MNP-5 ermglicht  alle Features,  die oben  zu MNP-4 beschrieben
wurden. Zudem  erlaubt MNP-5  das  Komprimieren  ("Packen")  der
Daten, die gesendet werden.

Im tglichen  Gebrauch hngt es stark von Ihren Bedrfnissen ab,
ob Sie  MNP-5 verwenden  sollten oder  nicht (die  Modems selbst
haben immer  MNP 1-5  eingebaut, MNP-4 Modems gibt es nicht; Sie
knnen aber  MNP-5 abschalten,  so da  sich ein  Modem mit  MNP
immer  nur   maximal  mit  MNP-4  mit  einem  anderem  MNP-Modem
verbindet). Wenn  Sie ausschlielich  Texte oder  normale  Daten
(z.B. Nachrichten, Informationen aus Pressediensten oder Nutzung
des DATEX-P  Dienstes der  Telekom) bertragen wollen, ist MNP-5
sehr sinnvoll.  Sie knnen  eine nochmalige Steigerung um ca. 30
Prozent in Ihrer bertragungsgeschwindigkeit genieen. Auch hier
brauchen Sie  sich selbst um nichts zu kmmern. Die Daten werden
von Ihrem  Modem selbstndig komprimiert und auf der Gegenstelle
wieder entkomprimiert.

Ungnstigere bertragungsgeschwindigkeiten  ergeben  sich  dann,
wenn die  Daten, die  Sie bertragen,  bereits komprimiert sind.
Das ist  hufig bei  Programmen der Fall, die mit einem Archiver
(ein Packprogramm  fr Dateien) bereits gepackt wurden und somit
in komprimierter  Form in  der  Mailbox  (z.B.)  vorliegen.  Bei
solchen Daten  wrde MNP-5  versuchen,  die  Daten  nochmals  zu
komprimieren, obwohl  es diese  bereits sind. Dann "verbrt" ein
MNP-Modem einen  groen Teil seiner Rechenzeit, was im Endeffekt
dazu  fhrt,  da  Ihre  bertragungsgeschwindigkeit  wesentlich
langsamer ist,  als htten Sie die Kompression ausgeschaltet und
wrden nur MNP-4 verwenden.

2400 Baud Modems mit MNP gibt es bereits fr unter 300 DM (nicht
zugelassene Modelle).


V.42 und V.42bis

MNP ist  eine Erfindung  der US-Amerikanischen  Firma "Microcom"
und wurde  auch in Fremdfabrikaten eingebaut, da diese Firma das
Protokoll "MNP"  zur freien Nutzung freigegeben hatte. Ein Grund
dafr war,  da es  bis dato keine Empfehlung der CCITT gab, die
das  bertragung   von  Daten   mit  Fehlersicherungsprotokollen
betraf. Die  CCITT ist  eine  internationale  Organisation,  die
Richtlinien  und   Standards  fr   den  gesamten   Bereich  der
Telekommunikation  setzt.  Es  sind  europische,  amerikanische
sowie auch asiatische Lnder Mitglied in dieser Organisation.

Nun sind entsprechende Empfehlungen da, die den Namen "V.42" und
"V.42bis" tragen.  V.42  wird  auch  oft  mit  LAP-M  oder  LAPM
(bedeutet: Link Access Procedure for Modems) bezeichnet.

V.42 ermglicht  wie  MNP-4  eine  fehlerfreie  bertragung  mit
Steigerung der bertragungsgeschwindigkeit. Im groen und ganzen
ist V.42 genauso aufgebaut wie MNP-4.

Wenn Sie  sich fr  ein Gert mit V.42 oder V.42bis entscheiden,
so sind  sie ebenfalls  immer in  der Lage, mit einem Modem eine
fehlerkorrigierende Verbindung aufzunehmen, welches nur ber das
MNP verfgt,  nicht aber  ber V.42.  Das von der CCITT genormte
V.42 Protokoll  ist nmlich abwrtskompatibel zu MNP, so da Sie
mit einem V.42 Modem automatisch auch ein MNP Modem besitzen.

Sollten Sie fr ein 2400 Baud Modem entscheiden, so sei es Ihnen
empfohlen, ein  Gert mit  V.42 bzw.  V.42bis zu  whlen. Gerte
dieser Art sind ebenfalls fr unter 300 DM erhltlich.

V.42bis ist  im Prinzip  das  Gegenstck  zu  MNP-5,  also  eine
Kompression der  bertragenen Daten.  Im Gegensatz  zu MNP-5 ist
der Algorithmus,  nach dem V.42bis arbeitet, wesentlich "klger"
als der  von MNP-5. Ein V.42bis Modem erkennt automatisch, ob es
sich berhaupt lohnt, die Daten zu komprimieren. Erkennt es, da
die Daten  bereits komprimiert  sind,  so  unternimmt  es  keine
Versuche, die  Daten nochmals  zu komprimieren und nutzt nur die
fehlerkorrigierende Funktion.  Die Wahl,  ob komprimiert  werden
kann oder  nicht, wird  vom Modem  selbst vorgenommen,  und kann
mehrmals whrend einer Verbindung wechseln, so da sie immer den
hchstmachbaren Durchsatz haben.

Die Komprimierung des MNP-5 kann die Daten zu maximal 50 Prozent
packen, egal  welche Daten  bertragen werden. Das liegt u.a. am
Konzept des  MNP. Die  neue Kompression,  V.42bis, kann  dagegen
Komprimierungs-Raten von  maximal 98  Prozent erreichen.  Dieses
ist natrlich  nur unter  extremen Bedingungen  mglich (nmlich
wenn Sie z.B. nur Leerzeichen bertragen, doch wann kommt dieser
Fall vor ?). Generell komprimiert V.42bis aber besser als MNP-5,
alleine deshalb  ist es empfehlenswert, ein Modem mit V.42bis zu
whlen, anstelle eines MNP-Modells.


Augen auf beim Kauf !

Wie so  oft, wird  man als  potentieller Kunde  von Hndlern und
dessen Werbung  oft genug  schlicht besch....,  um  es  auf  gut
Deutsch zu  sagen. Denn  gerade Features  wie MNP  oder  V.42bis
bieten   Spielraum   dazu,   bestimmte   Werbeaussagen   so   zu
formulieren, da man einen Kunden prima leimen kann.

MNP sowie  auch V.42bis  Modems werden  normalerweise mit  einer
hheren Baudrate  angesteuert, als  mit der,  mit  der  wirklich
bertragen wird.  Die bertragungs-Baudrate ist in dieser Gruppe
von Modems  stets 2400  Baud. Bei normalen Modems, also ohne MNP
oder   V.42bis,    schalten   Sie    die   Baudrate   in   Ihrem
Terminalprogramm (dieses Programm bentigen Sie, um das Modem zu
verwenden, es  gibt fr  jeden erdenklichen  Computer mindestens
ein Dutzend  Terminalprogramme,  die  meisten  sind  sogar  frei
kopierbar  oder   gegen  eine   geringe  Gebhr  (Shareware)  zu
bekommen) normalerweise  auf 2400  Baud. Damit  ein MNP oder ein
V.42bis Modem  berhaupt eine hhere bertragungsgeschwindigkeit
erzielt, als  die eines  normalen 2400  Baud Gertes, mssen Sie
die  Baudrate   zwischen  Modem   und  Ihrem  Computer  erhhen.
blicherweise kann  man jedes  MNP oder  V.42bis Modem  mit 9600
Baud ansteuern. Sie schalten Ihr Terminalprogramm auf 9600 Baud,
und das  Modem wandelt automatisch zwischen der Baudrate um, mit
der die Verbindung tatschlich zustandegekommen ist.

Dies ist ntig, weil die Modems mit MNP oder V.42bis ja nur dann
eine   effektive    Erhhung   der   bertragungsgeschwindigkeit
erreichen knnen,  wenn Sie  die Daten schneller senden, als sie
ber  die  Telefonleitung  transferiert  werden.  Ein  Protokoll
zwischen Modem  und Ihrem  Computer sorgt  dann dafr, da keine
Daten verloren  gehen. Dies  bedarf auch  nur einer  Einstellung
Ihres Modems  und Ihres  Computers, ansonsten  brauchen Sie sich
hierum ebenfalls nicht zu kmmern.

Die Notwendigkeit,  eine hhere  Baudrate zu verwenden, als die,
die das  Modem in  Wirklichkeit beherrscht,  wird  dann  in  der
Werbung gern  dazu mibraucht,  Ihnen ein  Modem mit einer hohen
bertragungsrate anzupreisen,  die es  in Wirklichkeit  garnicht
hat. Da es kaum greifende Gesetze gegen solche unlautere Werbung
gibt, achten  Sie also  genau auf das, was in der Werbung steht.
Im Zweifelsfalle  whlen Sie  lieber einen  anderen Hndler, der
korrekt schreibt, um was fr ein Gert es sich wirklich handelt.
Hier sind  Ihre Chancen,  auf einen  guten Service  zu  treffen,
sicherlich grer  als bei  einem  Hndler,  der  solche  Werbe-
Praktiken verfolgt. Nehmen Sie im Falle einer Undeutlichkeit der
Aussagen die V.xx Normen zur Hand. Ein Modem, da als "9600 Baud
Modem"  angepriesen   wird,  aber   kein  V.32   (folgt  spter)
beherrscht, ist  kein echtes  9600 Baud  Modem, sondern ein 2400
Baud Modem,  da  Sie  aufgrund  der  eingebauten  MNP  und/oder
V.42bis  Funktion  mit  9600  Baud  ansteuern  knnen.  Generell
sollten Sie  sich nicht  von  50  DM  Preis-Unterschied  blenden
lassen, Service  ist auch  hier eines der wichtigsten Kriterien,
die man beim Modem-Kauf setzen sollte.

Achten  Sie   also  beim   Kauf  darauf,  ob  es  sich  bei  dem
angepriesenem Gert  um ein 2400 Baud Modem mit MNP oder V.42bis
handelt (welches Sie mit 9600 Baud ansteuern knnen), oder ob es
sich um  ein echtes  9600 Baud  Modem handelt.  Im Zweifelsfalle
fragen Sie erst nach, bevor Sie bestellen oder einen Kaufvertrag
akzeptieren. Es  ist brigens  legitim, ein  2400 Baud Modem mit
MNP oder  V.42bis so anzupreisen, da "maximal 9600 Baud mglich
sind" - dies stimmt auch, mit MNP oder V.42bis wren theoretisch
9600 Baud  mglich, aber  praktisch  werden  Sie  den  Wert  nie
erreichen.

Ein weiteres  "Unding" betrifft  die Modems mit MNP oder V.42bis
selbst, wobei  hier hauptschlich  MNP  Modems  betroffen  sind.
Manche Hersteller  und auch  Hndler verkaufen "2400 Baud Modems
mit MNP" fr einen sagenhaften Preis. Was nicht dabei steht, ist
die Tatsache, da das MNP nur mittels Software in Ihrem Computer
realisiert wird, und nicht durch die Hardware des Modems. Dieses
hat entscheidende  Nachteile: In  den  meisten  Fllen  ist  die
Software nur  fr IBM  PC &  IBM AT  sowie  kompatible  Computer
verfgbar. Besitzen  Sie einen  anderen Computer, knnen Sie das
angepriesene Feature,  nmlich MNP, garnicht nutzen. Desweiteren
sind die bisher mitgelieferten Programme ziemlich fehlerhaft und
zudem langsam.  Es bentigt  schon eines  noch teuren, schnellen
386er AT's oder gar 486er AT's, damit Sie mit der mitgelieferten
Software den  Komfort erreichen,  als wenn Sie ein vernnftiges,
echtes MNP-Modem  besitzen.  Desweiteren  sind  Sie  immer  dazu
gezwungen, die Software zu nutzen,  die dem Modem beiliegt.  Sie
knnen daher  nie evtl.  bessere Programme nutzen, ohne dann auf
MNP verzichten zu mssen. Deshalb: Kaufen Sie sich nur ein Modem
mit MNP oder V.42bis via Hardware, niemals via Software !


2400 Baud Modems mit Telefax

In letzter  Zeit sind  viele 2400  Baud  Modems  auf  den  Markt
gekommen, die  zustzlich ber  eine Fax-Option  verfgen.  Auch
hier gilt es, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Einige Modelle  verfgen  nur  ber  die  "Sendfax"-Option.  Das
bedeutet, da Sie mit einem solchen Modem nur Telefaxe versenden
knnen, aber  nicht in  der  Lage  sind,  welche  zu  empfangen.
Wichtig ist  bei allen  Gerten mit  Fax-Option,  da  sie  nach
"Gruppe 3  Fax" arbeiten. Ansonsten knnen viele Fax-Gerte Ihre
bertragung nicht  empfangen. Fr die meisten Bereiche langt ein
SendFax-Modem auch aus, dies hngt davon ab, was Sie mit Telefax
berhaupt machen  wollen. Ein  SendFax-Modem ist  dann besonders
interessant, wenn Sie bereits ein richtiges Faxgert haben, aber
die Vorteile  des Computer-Telefax nutzen wollen. Diese sind 1.)
erstklassige Qualitt  beim Empfnger, da kein Verlust durch den
Scanner des  Faxgertes, 2.)  einfache Handhabung,  man  braucht
geschriebene Texte  nicht erst  ausdrucken, um  sie dann per Fax
versenden  zu   knnen,  sondern   faxt  sie   direkt  aus   dem
Textprogramm heraus,  3.) Serienfaxe,  mit einem FaxModem knnen
Sie  problemlos   einen  beliebigen   Text  an   beliebig  viele
Adressaten versenden, z.B. fr Rundschreiben, Preislisten o..

Was oft  nur im Kleingedrucktem zu finden ist, ist die Tatsache,
da viele  SendFax-Modelle auch  nur mit  V.27ter arbeiten,  das
bedeutet, da  Sie Faxe  nur mit  2400 oder  4800 Baud versenden
knnen. Da  gerade beim Faxen recht groe Datenmengen auftreten,
kostet es  Sie umso  mehr Telefongebhren.  Fragen Sie  also bei
einem SendFax-Modem,  ob es  mit 9600  Baud Faxe  versenden kann
(die  Norm  hierzu  heit  "V.29").  FaxModems,  die  auch  Faxe
empfangen knnen, verfgen meistens ber V.29.

Jedes mir  bekannte Fax-Modem  verfgt  ber  beigelegte  (meist
englische) Software,  mit der  Sie Faxe  erstellen und versenden
knnen. Wenn  Software beiliegt,  so ist  Sie fast immer nur fr
IBM PC & IBM AT sowie kompatible Computer geeignet. Besitzen Sie
keinen  Computer  des  "Industriestandards",  dann  sollten  Sie
Angebote von  Hndlern wahrnehmen,  die Fax-fhige  Modems inkl.
Software speziell fr Ihren Computer verkaufen. Die Fax-Software
ist in  der Regel  auch einzeln  erhltlich, besitzen  Sie  also
bereits ein  Fax-Modem, aber  keinen PC/AT,  so knnen  Sie jene
meist auch  einzeln erwerben  - Oft  sind  Pakete  (Modem  inkl.
Software fr  Ihren Computer)  gnstiger als  die entsprechenden
Einzelpreise, bei  einem Neukauf  sollten Sie  also  gleich  die
Software dazunehmen.  Ein einfaches  Terminalprogramm  langt  in
diesem  Fall   nicht  aus;   die  Fax-Optionen  knnen  nur  mit
speziellen, dafr geschriebenen Programmen genutzt werden.

Empfehlenswerter sind  allerdings  2400  Baud  Modems  mit  Fax-
Optionen, die  das Senden UND Empfangen von Faxen erlaubt. Diese
arbeiten dann  in der  Regel auch  mit V.29, so da Sie Faxe mit
maximal 9600  Baud senden  und empfangen  knnen. Dies  bedeutet
natrlich, da  Ihre Faxe  schneller bearbeitet und transferiert
werden knnen  und dies zudem Telefongebhren einspart. Auerdem
haben Sie  immer die  Mglichkeit, ein  Fax zu empfangen, sollte
sich eine Notwendigkeit dazu ergeben.

2400 Baud Modems mit MNP oder V.42bis sowie Fax-Empfang und Fax-
Versand nach  Gruppe 3  (G3) gibt  es bereits  fr unter 350 DM.
Viele Hndler bieten Pakete mit Software fr nicht-kompatible PC
oder AT Computer bereits fr unter 400 DM an.


Gruppe 4 : Modems mit 9600 Baud

Nun steigen  wir in  die Gruppen  der Highspeed-Modems  ein.  Im
Wesentlichen ist hier nicht mehr soviel zu sagen. Alles, was Sie
in der  Gruppe 3  ber MNP und V.42 gelesen haben, gilt fr 9600
Baud Modems genauso.

9600 Baud Modems werden in der Regel mit 19200 Baud angesteuert,
wenige Modelle  mit  38400  Baud.  Auch  hier  gilt  wieder  das
Stichwort  "unlautere   Werbung",  denn  hier  schreiben  manche
Hndler ebenfalls "19200 oder 38400 Baud Modems". Also: Auch bei
9600 Baud Modems lieber nachfragen, als blind kaufen.

Modems mit  9600 Baud  verfgen  immer  ber  MNP,  die  meisten
Modelle ebenfalls ber V.42, wenige auch mit V.42bis.

Sollten Sie zwingend den V.21 Modus (300 Baud) bentigen, achten
Sie darauf,  ob Ihr  anvisiertes Modem  diesen auch untersttzt.
Bei den  Modems ab  9600 Baud  ist es  oft der Fall, da der 300
Baud Modus  via V.21  nicht mehr untersttzt wird. Normalerweise
brauchen Sie  diesen heutzutage  auch absolut nicht mehr, sollte
dies aber  ausnahmsweise doch  der Fall sein, fragen Sie danach.
Jeder qualifizierte Hndler mu Ihnen brigens auf solche Fragen
schlssige Antworten  geben knnen.  Wenn Sie  das Gefhl haben,
Ihr  Gesprchspartner   wei  garnicht   so  recht  ber  Modems
Bescheid, dann  seien Sie kritisch und vorallendingen skeptisch,
ob dieser Hndler die richtige Wahl fr Sie ist.

Modems mit  9600 Baud  sind im  Verhltnis zu  2400 Baud  Modems
natrlich teurer.  Die Preise sind bei Highspeed-Modems generell
sehr verschieden,  9600 Baud Modems gibt es ab 550 DM bis hin zu
2000 DM (ZZF-zugelassene Modelle).

Ein 9600  Baud Modem  untersttzt natrlich  alle Modi  der 2400
Baud Gerte,  also V.22bis und V.22 bzw. Bell 212A. Die Norm fr
9600 Baud  wird V.32  genannt. Ein  9600 Baud  Modem  beherrscht
ebenfalls 4800  Baud, die  Norm dafr  lautet  auch  V.32  (V.32
beinhaltet also Verbindungen mit 4800 und 9600 Baud).


Gruppe 5: Modems mit 14400 Baud

Der Stand  der Technik  sind derzeit  Modems mit  V.32bis, diese
Norm  lt   maximal  14400  Baud  zu.  Ein  Modem  mit  V.32bis
beinhaltet V.32 (4800 & 9600 Baud), V.22bis (2400 Baud) und V.22
bzw. Bell 212A. Die meisten, aber nicht alle Modelle ermglichen
ebenfalls V.21  bzw. Bell  103 (300  Baud). Auch hier gilt: Wenn
Sie zwingend  300 Baud  bentigen, fragen  Sie beim  Kauf  eines
V.32bis Highspeed Modems nach.

V.32bis Modems ermglichen die Baudraten 4800, 7200, 9600, 12000
und 14400  Baud innerhalb  des V.32bis  Protokolles. Ein Feature
dieser Modems  ist es,  bei schlechter  Leitung automatisch  auf
eine  kleine   Baudrate  herabzuschalten.   Bei  Steigerung  der
Leitungsqualitt kann  teilweise  auch  wieder  heraufgeschaltet
werden. Aufgrund  dieser Option wurden auch die Baudraten "7200"
und "12000"  Baud neu  eingefhrt. Die Schrittweite betrgt dann
nmlich, wie  Sie sicherlich erkennen, immer kontinuierlich 2400
Baud.

Modems mit  V.32 (also  4800 oder 9600 Baud, siehe obige Gruppe)
beherrschen  diese  Option,  gemeinhin  als  "Fall-Forward"  und
"Fall-Backward" bezeichnet, im Gegensatz zu oft anders lautenden
Texten in  der Fachpresse  NICHT -  Ein  V.32  Gert  beherrscht
allenfalls die  Mglichkeit des "Retrain". Beim "Retrainen" wird
physikalisch vollkommen  neu conntected, und das funktioniert so
ganz astrein  bei nur  ganz wenigen  V.32 Modems. "Fall-Forward"
und "Fall-Backward"  sind  Features,  die  ausschlielich  unter
V.32bis mglich  sind. Manchmal  wird dieses  Feature auch "ASL"
genannt (Adaptive Speed Levelling). Jedes Modem, welches V.32bis
beherrscht,  hat  diesen  Modus  eingebaut.  Sie  brauchen  also
hierbei ausnahmsweise mal nicht explizit danach zu fragen. Unter
V.32bis  gibt  es  auch  wesentlich  seltener  Probleme  mit dem
Retrainen als unter V.32.

Mehr gibt  es eigentlich speziell zu 9600 oder 14400 Baud Modems
nicht  zu  sagen.  Alle  von  mir  beschriebenen  Aussagen,  die
generell gehalten  sind, gelten  fr Gruppe  4 und  diese Gruppe
genauso. Modems mit 14400 Baud V.32bis gibt es ab 700 DM bis hin
zu 4000 DM (zugelassene Modelle).



Bestimmte Highspeed-Modems
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Erst in  letzter Zeit gelang es, einigen, vorwiegend aus Fernost
stammenden Herstellern,  14400 Baud  V.32bis Highspeed-Modems zu
niedrigen Preisen  anzubieten. Dies  war nur  mglich durch  die
Entwicklung eines  Singe-Chip-Modemsatzes von der Firma Rockwell
oder AT  & T  (beides US-Amerikanische Firmen). Hierbei befindet
sich die  gesamte Elektronik  fr ein  V.32bis Modem  inkl.  Fax
Senden und  Fax Empfangen  auf einem  Chip. Dadurch  lassen sich
komplette Modems  durch geringe  externe Beschaltung  herstellen
und  so   kommt  es,  da  in  letzter  Zeit  vermehrt  gnstige
Highspeed-Modems erhltlich sind.

Lange Zeit  gab es  eigentlich nur  zwei nennenswerte Hersteller
von Highspeed-Modems:  US Robotics und Telebit. Beide Hersteller
haben bereits der Normierung von V.32 und V.32bis Modems auf den
Markt gebracht,  die 9600  Baud ermglichten,  spter auch 14400
oder mehr.  Da es  wie bereits  erwhnt noch keine Standards fr
diese bertragungsgeschwindigkeiten gab, muten beide Firmen Ihr
eigenes Protokoll  entwickeln. Bei  der Firma  US Robotics  wird
dieses Protokoll  "HST" genannt,  bei der  Firma Telebit  "PEP".
Beide sind  gnzlich eigene  Entwicklungen und  nicht zueinander
kompatibel. Sie  knnen also  z.B. HST nur dann nutzen, wenn Sie
selbst ber  ein US-Robotics-Modem  verfgen und  die Gegenseite
ebenfalls. Gleiches gilt fr die Telebit-Modems und PEP.

Die Modems  beider Firmen  haben eine  sehr hohe Verbreitung. Es
ist auch  insbesondere aktuell  zu ersehen,  da diese Modems in
der Gruppe  der Highspeed-Modems  am  zuverlssigsten  arbeiten.
Whrend ein Teil der neu erscheinenden Low-Cost-Highspeed-Modems
noch erhebliche  Probleme bereiten  und Fehler  in der  Firmware
(Betriebssystem des  Modems) aufweisen,  sind die Telebit und US
Robotics  Modems  nahezu  fehlerfrei  und  arbeiten  auch  unter
schlechtesten  (Leitungs-)   Bedingungen  einwandfrei.   Es  ist
abzusehen, da  die "Kinderkrankheiten"  der Low-Cost-Highspeed-
Modems in  absehbarer Zeit  ausgemerzt werden  (sofern  mglich;
denn einiges  lt sich  nur durch  einen neuen Chipsatz regeln,
der Nachteil  der Low-Cost-Produkte), aber wer Wert auf Qualitt
und vorallendingen  Support legt,  sollte sich  die  Anschaffung
eines bewhrten  Modems  der  Firma  US  Robotics  oder  Telebit
berlegen. Insbesondere  Mailbox-Betreiber schwren  seit Jahren
auf die gute Funktionalitt der Modems dieser beiden Firmen.

Ein weiteres  Kriterium ist  natrlich auch das Protokoll dieser
Modems. Es  gibt vereinzelt  noch Mailboxen  oder Netzwerke, die
ein reines  "HST"-Modem oder  ein reines  "PEP"-Modem  besitzen.
Damit ist gemeint, da es sich um die alten Modell der Firmen US
Robotics und  Telebit handelt, die Highspeed nur auf den firmen-
eigenen Protokollen  ermglichen, aber  kein V.32  oder  V.32bis
beherrschen. Mittlerweile  bieten beide Firmen ein "Courier Dual
Standard" (US  Robotics) bzw.  "Trailblazer T2500" oder "Telebit
Worldblazer" (Telebit)  an. Diese Gerte beherrschen dann sowohl
V.32bis (und alle anderen CCITT-Protokolle, die blich sind) und
den  jeweils  eigenen  Standard.  Da  sich  V.32bis  immer  mehr
gegenber reinen HST oder reinen PEP-Modems durchsetzt, ist auch
die Anschaffung  eines solchen  Modems empfehlenswert,  bentigt
man HST oder PEP.


Kleines Begriffs-Lexikon
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Hier mchte  ich Sie  mit  einigen  Fachwrtern  und  -Begriffen
vertraut  machen,   die  ich   im  obigen   Text  erwhnt  habe.
Insbesondere finden Sie hier Information zu den einzelnen CCITT-
Normen, welche  beim Modemkauf wichtig sind. Die Reihenfolge ist
nicht gesondert geordnert.

V.21
Mit V.21  wird das technische Verfahren bezeichnet, welches eine
bertragungsrate von  300 Baud  ermglicht. Viele Akustikkoppler
sowie uralte Modems untersttzen ausschlielich diesen Modus mit
300 Baud.  Eigentlich gibt  es kaum noch Mailboxen oder sonstige
Telekommunikationsdienste,   die    ausschlielich   300    Baud
ermglichen. Daher  ist es  in der  Regel  auch  nicht  zwingend
erforderlich,   da   Ihr   anvisiertes   Modem   diesen   Modus
untersttzt.


Bell 103

Bell 103  ist die  amerikanische Norm  fr 300 Baud. Diese wurde
(genauso wie  Bell 212A) vor den Normierungen der CCITT geformt,
daher  erklrt   sich  die   Notwendigkeit   dieser   nationalen
Standards. Jedes  mir bekannte  Modem, welches 300 und/oder 1200
Baud untersttzt,  erlaubt gleichzeitig  die CCITT und die Bell-
Normen.


V.22

1200  Baud   werden  in  der  Regel  nach  V.22  gettigt.  V.22
beinhaltet ausschlielich  1200 Baud und ist damit wie V.21 eine
Norm, die  nur eine  Baudrate untersttzt.  Modems, die nur V.22
und V.21  (bzw. die  Bell-Normen) untersttzen,  sind so gut wie
nicht mehr zu erhalten und sollten auch gebraucht nicht erworben
werden - Der Neupreis fr 2400 Baud ist zu gnstig.


Bell 212A

Wie bei  300 Baud  ist Bell 212A die amerikanische Eigennorm fr
1200 Baud bertragungen.


V.22bis

V.22bis beinhaltet sowohl 2400 als auch 1200 Baud. Normalerweise
wird  mit   V.22bis  immer   auf  2400   Baud  eine   Verbindung
hergestellt. V.22bis  ermglicht normalerweise  die Mglichkeit,
whrend der  Verbindung zwischen  1200 und  2400 Baud  hin-  und
herzuschalten. Allerdings  machen dies wenige Modems fehlerfrei,
diese  Funktion  ist  auch  nur  in  den  allerwenigsten  Modem-
Anleitungen zu finden.


V.23

V.23  ist  der  sogenannte  "BTX-Modus".  Whrend  alle  anderen
erwhnten  Verfahren  immer  vollduplex  mit  gleicher  Baudrate
sowohl auf Empfnger als auch auf Sender-Seite arbeiten, handelt
es sich bei V.23 um einen Split-Modus. Bei V.23 ist die Baudrate
auf Empfnger-Seite  immer 1200  Baud, auf  Sender-Seite nur  75
Baud, was  sehr wenig  ist. Die Empfnger- und Sender-Seite kann
auch umgedreht  werden, allerdings ist dies wiederum nicht immer
bei jedem Modem mit V.23 mglich und es ist auch kein Umschalten
whrend einer  Verbindung mglich, so da dieser Modus dann noch
etwas Sinn htte.

V.23 wird  hauptschlich in  Deutschland und  in  Grobritannien
eingesetzt. Nicht  alle Modems  untersttzen diesen  Modus. Wenn
Sie BTX  mit Ihrem  Modem betreiben  wollen und  nicht in  einer
greren Stadt  wohnen, so  sollten Sie  darauf achten,  da Ihr
anvisiertes Modem den Modus V.23 ermglicht.

In allen  greren Stdten  Deutschlands  (evtl.  in  den  neuen
Bundeslndern noch  nicht berall)  wird der BTX-Zugang auch mit
V.22 und  V.22bis ermglicht. In diesem Falle ist dies auf jeden
Fall V.23  vorzuziehen, da  die Benutzung  von  BTX  dann  etwas
schneller ist.  Wohnen Sie  aber in  einer kleineren  Stadt  und
knnen die  nchste grere  Stadt, die  einen V.22 oder V.22bis
Zugang besitzt,  nicht zum  Ortstarif erreichen,  so sollten Sie
ein Modem  mit V.23  whlen, da  V.23 bundesweit  zum  Ortstarif
genutzt werden  kann (bzw.  BTX, welches  dann mit  1200/75 Baud
arbeitet).

Die Nummer  fr den  bundesweiten V.23  Zugang lautet  190  oder
0190. In  den meisten  Stdten, die einen V.22 oder V.22bis BTX-
Zugang erlauben,  sind die Rufnummern 19300 fr V.22 (1200 Baud)
und 19304  fr V.22bis  (2400 oder 1200 Baud). Bitte informieren
Sie sich  aber selbst  ber die  Rufnummern, wenn  Sie den  BTX-
Dienst nutzen mchten.


V.32

Highspeed-Modems, die  den V.32  Modus untersttzen,  knnen mit
einer bertragungsrate  von bis  zu  9600  Baud  arbeiten.  V.32
beinhaltet die  Normen  fr  bertragungs-Geschwindigkeiten  von
4800 und 9600 Baud.


V.32bis

V.32bis ist  eine Weiterentwicklung  des V.32  und erlaubt  eine
maximale bertragungsrate von 14400 Baud. V.32bis beinhaltet die
Normen fr  bertragungs-Geschwindigkeiten von 4800, 7200, 9600,
12000 und 14400 Baud.


MNP
MNP ist  ein Software-Protokoll,  welches in  die  Hardware  des
Modems implementiert  ist.  MNP  erlaubt  es,  eine  fehlerfreie
Verbindung zu erhalten. Damit ist gemeint, da keine Strzeichen
durch  schlechte  Telefon-Verbindungen  auftreten.  Ausfhrliche
Informationen zu  MNP finden  unter dem  Stichwort "Von  Baud  &
Bits" und Unter-Stichwort "Gruppe 3".


V.42

V.42 ist  die (spter  erfolgte) Normung  der  MNP-Mglichkeiten
durch die  CCITT.  Ein  Modem,  welches  V.42  beherrscht,  kann
ebenfalls eine  fehlersichere Leitung  mit einem Modem aufbauen,
welches selbst  nur MNP  beherrscht. V.42  impliziert  sozusagen
MNP.


V.42bis

Analog zu  MNP-5 (siehe weiter oben) ist V.42bis die Normung der
CCITT fr  Datenkompression. V.42bis  ist wesentlich  effektiver
als MNP-5,  die Komprimierung  Ihrer zu empfangenen/zu sendenden
Daten wird  besser vorgenommen  als bei  MNP-5.  Zudem  ist  das
Protokoll  V.42bis   in  der   Lage,  zu   "erkennen",  ob   die
bertragenen Daten  bereits komprimiert  sind und  unterlt  in
diesem  Falle  weitere  Komprimierungs-Versuche,  die  sich  nur
negativ auf die bertragungs-Geschwindigkeit auswirken wrden.


V.27ter

Mit dieser  Normierung  wird  die  Mglichkeit  bezeichnet,  ein
Telefax mit  2400 oder  4800 Baud  zu versenden. Die Modems, die
nur ber V.27ter verfgen, sind sogenannte "Sendfax"-Modems, da
heit mit einem solchem Modem knnen Sie nur Faxe versenden, und
dies zudem  recht langsam.  Modems, die nur V.27ter beherrschen,
sind aber nur noch selten auf dem Markt zu finden.


V.29

V.29 ist  eine Weiterentwicklung  von V.27ter und ermglicht das
Versenden von  Faxen mit  2400, 4800,  7200 oder 9600 Baud. V.29
ist  im  Gegensatz  zu  V.27ter  ein  Modus,  welcher  ebenfalls
halbduplex arbeitet,  aber auch dazu verwendet werden kann, z.B.
Telefax-Empfang zu  ermglichen. Modems  mit Telefax-Senden  und
Empfangen haben demzufolge immer V.29 eingebaut.


G3, GR3, Gruppe 3, Group 3

Mit diesen  Bezeichnungen wird ein Modem beschrieben, welches in
der Lage ist, ein Telefax mit 2400, 4800, 7200 oder 9600 Baud zu
senden und  auch zu empfangen. Gruppe 3 (G3) ermglicht auch das
bertragen von Faxseiten mit 200 (genauer: 196) dpi anstelle von
100 (genauer: 98) dpi. Dies ermglicht eine bessere Qualitt der
bertragung. Die  meisten herkmmlichen  Faxgerte arbeiten nach
Gruppe 3, so da Sie auch problemlos mit einem V.27ter oder V.29
Sendfax-Modem ein  Fax senden  knnen, da  Gruppe 3 beide Normen
beinhaltet.


HST

Firmen-eigener  Standard  der  Firma  US  Robotics.  Ermglichte
bereits 1986  die bertragung  von Daten  mit 9600  Baud. Spter
wurde dieses  Protokoll auf  14400 Baud  erweitert. HST  ist ein
asymmetrisches Protokoll, was bedeutet, da man auf Sender-Seite
nicht die  gleiche Baudrate wie auf Empfnger-Seite besitzt, die
bertragung aber  dennoch  vollduplex  ist.  Beim  HST-Protokoll
betrgt die  Baudrate der einen Richtung 14400 Baud, der anderen
Richtung 450  Baud (frher:  9600  und  300  Baud).  Die  Modems
erkennen  nun   selbstndig,  in   welche  Richtung  mehr  Daten
bertragen werden  und knnen  die  Richtungen  dann  blitzartig
vertauschen. Je  nach bertragung  kann der Highspeed-Kanal also
auf der  Empfnger, als  auch auf der Sende-Richtung liegen. HST
ist durch  dieses  Verfahren  auch  weniger  anfllig  gegenber
Strungen  auf  der  Telefonleitung  als  eine  normale  V.32bis
Verbindung. Es ist wesentlich leichter, eine HST-Verbindung ber
interkontinentale  Verbindungen  aufzubauen  als  eine  V.32bis-
Verbindung, da  beim HST-Protokoll  die Modems  erst normal  auf
2400 Baud connecten und dann auf HST hoch- und umschalten.


PEP

Analog zum  HST-Protokoll der  Firma US  Robotics  ist  PEP  der
Eigenstandard der  Firma Telebit.  PEP ist  von der  Anzahl  der
betriebenen Modems  in der  Welt weiter  verbreitet als HST. Das
PEP-Protokoll  ist   nochmals  wesentlich  resistenter  als  HST
gegenber  schlechten  Verbindungen.  PEP  besitzt  auch  eigene
Carrier-Frequenzen, es wird also nicht auf V.22bis connectet wie
bei  HST.   PEP  ist   in  der  Datenbertragungsgeschwindigkeit
wesentlich flexibler als HST, so gibt es keine festen Baudraten.
Generell kann  man sagen,  da momentan so um die 18000 Baud bei
PEP durchaus blich sind. Fr dieses Jahr ist ein neues Telebit-
Modem angekndigt,  welches sogar  bis zu  23000  Baud  mit  PEP
ermglicht. Das  PEP-Protokoll ist technisch gesehen eine kleine
Sensation, so  staunen heute noch viele Elektronik-"Freaks" ber
die Realisierung  dieses Protokolles.  Aufgrund der  verwendeten
Modulations-Art ist  es noch  resistenter  gegenber  schlechten
Leitungen als  HST und  deswegen z.B. in den neuen Bundeslndern
ein  sehr   beliebtes  Protokoll,   ermglicht  es   doch  trotz
teilweiser noch  aus Vorkriegszeiten  stammender Telefon-Technik
passable Datenbertragungsgeschwindigkeiten.


Schluwort
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Ich hoffe,  allen Interessierten  einen kleinen  Einblick in die
Welt der  Modems gegeben  zu haben.  Es soll  nicht Sinn  dieses
Textes sein,  auf alle  Einzelheiten  der  Thematik  einzugehen.
Vielmehr hoffe  ich, da  insbesondere  DF-Neulinge  nun  etwas
"schlauer" geworden  sind und  sich einen evtl. Kauf eines neuen
Modems vorher  grndlich bergeben.  Generell sollten  Sie  sich
immer diese Fragen stellen:

- Was will ich berhaupt damit machen ?

Wenn Sie  nur ein  bichen  in  den  Boxen  stbern  wollen  und
vielleicht BTX  oder Datex-P  nutzen wollen, langt ein 2400 Baud
Gert vllig  fr Sie  aus. Empfehlenswert  ist  allerdings  ein
Modem mit mindestens MNP. Wenn Sie schnell mal ein Fax versenden
oder auch empfangen wollen, wre ein Gert mit 300-2400 Baud und
MNP/V42 im  Modemteil und Senden/Empfangen nach Gruppe 3 im Fax-
Teil fr  Sie genau  das  Richtige.  Solche  Gerte  sind  recht
preiswert  zu   erhalten   und   zumeist   auch   mit   Software
ausgestattet, sprich, Sie knnen sofort loslegen.

Wenn Sie  stattdessen gleich  wissen, da Sie Mglichkeit nutzen
wollen,  das   groe  Public-Domain  und  Shareware-Angebot  der
Mailboxen in  Anspruch zu  nehmen, dann ist Ihnen eigentlich nur
der  Kauf  eines  Highspeed-Modems  mit  V.32bis  oder  V.32  zu
empfehlen.  Denn   die  Lngen  der  Programme  steigen  stetig,
Computer oder  Betriebssysteme mit  grafischen  Oberflchen  wie
z.B. Windows  (PC), der Macintosh-Finder oder Andere "verbraten"
recht  viel   Speicher,  so  da  selbst  einfache  PD-Programme
problemlos  mal   300  KByte   lang  sein  knnen  (wohlbemerkt:
komprimiert).


Folgend erhalten  Sie eine Liste mit typischen bertragungsraten
von  Modems.   Dabei  sind   dieser  Werte   wirklich  nur   als
Anhaltspunkte  zu   sehen,  aber   keine  Garanten  fr  Ihr  zu
erwerbenes oder erworbenes Modem.

2400 Baud  Modem ohne MNP: ca. 230 Zeichen pro Sekunde, fr eine
100 KByte Datei bentigen Sie ca. 7 Min. und 40 Sek.

2400 Baud  Modem mit MNP, Kompression aus, bertragene Datei ist
bereits komprimiert:  ca. 270  Zeichen pro Sekunde, fr eine 100
KByte Datei bentigen Sie ca. 6 Min. und 30 Sek.

2400 Baud  Modem mit  V.42bis,  bertragene  Datei  ist  bereits
komprimiert: ca.  280 Zeichen  pro Sekunde,  fr eine  100 KByte
Datei bentigen Sie ca. 6 Min. und 10 Sek.

9600 Baud  Modem mit  V.42bis,  bertragene  Datei  ist  bereits
komprimirt, ca.  1100 Zeichen  pro Sekunde,  fr eine  100 KByte
Datei bentigen Sie ca. 1 Min. und 55 Sek.

14400 Baud  Modem mit  V.42bis, bertragene  Datei  ist  bereits
komprimirt, ca.  1650 Zeichen  pro Sekunde,  fr eine  100 KByte
Datei bentigen Sie ca. 1 Min. und 3 Sek.


MfG. Jrgen Meyer
